mittendrin und leben

 

Mit einer Behinderung oder Handicaps zu leben ist gar nicht so einfach und vor allen Dingen "gut" zu leben ist schon relativ schwer. Das mag vielleicht daran liegen, dass Behinderungen uns daran hindern am Leben wirklich teil zu nehmen oder es in jedem Fall erschweren. Oder vielleicht daran, dass man nicht mehr dazu gehört, jedenfalls nicht mehr so, wie man dachte.

Vielleicht ist es, mit der Behinderungen, nicht mehr möglich, die Treppe rauf zu gehen. Vielleicht ist aber auch die Sprache beeinträchtigt, das Hören, das Sehen oder die Fortbewegung. War es von Beginn an so gewesen  oder nach einem Unfall oder nach und nach oder .......

 


Schlaganfall

Ich, Johannes Rosenberg, hatte einen Schlaganfall gehabt, die linke Halsschlagader ging zu und das war es bei mir gewesen. Zwei Drittel des Gehirn waren davon betroffen und haben sich nicht mehr erholt. Aber ich hatte trotzdem Glück gehabt. Zum Teil habe ich das meiner Intelligenz zu verdanken.

Ich hatte in Essen gelebt und nun bin ich an den Bodensee gezogen. Ich lebe jetzt  in Radolfzell am Bodensee. Das ist vor allem näher an den Verwandten meiner Frau Helga, die Italienerin ist.

Außerdem gefällt es mir sehr gut und ich möchte nicht mehr wegziehen.

 

Rückzug

Und dann ist da etwas: der Rückzug! Behinderte ziehen sich zurück.

Das geht nicht sofort, sondern nach und nach. Erst verliert man seine Freunde, ein sehr schmerzhafter Prozess. Dann zieht man sich mehr und mehr zurück und irgendwann ist man dann so weit, dass man nur noch zum Einkaufen auf die Straße geht und den Rest des Tages zu Hause in der Wohnung verbringt.

Behinderte nehmen nicht mehr wirklich am Leben teil, sie führen nur noch ein Schatten-da-sein.

 

Nicht alle ziehen sich zurück, aber viele und das ist nicht gut.

 

Soziale Beeinträchtigung

Aber auch die Umgebung ist daran Schuld, dass wir uns nicht mehr trauen am "ganz normalen" Leben teil zu haben.

Wenn wir nicht mehr "normal"  sondern "behindert" sind, ist es teilweise unmöglich am Leben um uns herum teilzuhaben, jedenfalls nicht so, wie wir das gedacht haben.

Beispiel: Wenn man die Stufen nicht mehr schafft, weil man im Rollstuhl sitzt oder wenn man von hinten angesprochen wird, obwohl man gehörlos ist.

Das ist weitaus schlimmer als erwartet, passiert jeden Tag aufs neue und da hat man erstmal keine Chance.

 

 

Wir erheben uns auch

Ich laden alle herzlich ein, an dieser Webseite mit zu arbeiten!

Wir erheben uns, schlucken nicht mehr alles runter. Es wird Zeit zu uns zu stehen. Nicht weil wir behindert sind, sondern weil wir am ganz normalen Leben teilhaben wollen.

 

 

 

Sind Sie also mehr ein Rückzugs-Typ, sagen Sie mir das, oder mehr  ein "jetzt-erst-recht "-Typ, dann sagen Sie es mir das ebenfalls.

 

Wer einen Artikel schreiben will, Anmerkungen machen will oder was anderes hat, jeder ist willkommen.

 

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Hier ist meine Geschichte: Schlaganfall Blog